Fest Maria Namen

Das Fest Mariä Namen wurde im 16. Jahrhundert zuerst in Spanien eingeführt; Papst Innozenz XI. führte es 1683 in der ganzen abendländischen Kirche ein zum Dank für den Sieg über die Türken bei Wien. Im römischen Kalender von 1970 wurde dieses Fest gestrichen, da es eine Doppelung zum Fest Mariä Geburt darstellt. Im deutschen Sprachgebiet ist es erhalten geblieben.


Pfarrer Bernhard Pokorny erinnert uns, das Fest ist erhalten geblieben, weil die Gläubigen sich dafür eingesetzt haben. Der Glaube des Volkes Gottes und das Wirken des Heiligen Geistes in der ganzen Kirche bewegt mitunter auch die Leitung – eine hoffnungsvolle Vision in Zeichen des Umbruchs (und der Neustrukturierung). Damit unterstreicht er die Worte Papstes Franziskus:

Die Kultur ist etwas Dynamisches, das von einem Volk ständig neu erschaffen wird; und jede Generation gibt an die folgende eine Gesamtheit von auf die verschiedenen Lebenssituationen bezogenen Einstellungen weiter, die diese angesichts ihrer eigenen Herausforderungen überarbeiten muss. […] Jeder Teil des Gottesvolkes gibt, indem er die Gabe Gottes dem eigenen Geist entsprechend in sein Leben überträgt, Zeugnis für den empfangenen Glauben und bereichert ihn mit neuen, aussagekräftigen Ausdrucksformen. […] Hier ist die Volksfrömmigkeit von Bedeutung […]. Es handelt sich um eine in fortwährender Entwicklung begriffene Wirklichkeit, in der der Heilige Geist der Protagonist ist.
Evangelii Gaudium Abschnitt 122

Weil das Fest Maria Namen in Dankbarkeit für den Sieg über die Türken bei Wien eingeführt worden ist, und weil viele Menschen in unserem Land eine Islamisierung fürchten, ermahnte uns Pfarrer Bernhard, uns nicht in leeren Parolen zu ergehen, sondern uns vor Augen zu halten, dass der Islam nur in jenes Vakuum eintreten kann, dass geschaffen wurde, weil wir unseren christlichen Glauben nicht mit Freude und Entschlossenheit leben. Er selbst war Zeuge einer Bekehrung eines „Ungläubigen“, dem das Beispiel eines engagierten Christen geholfen hat, im christlichen Glauben wieder ein festes Fundament für sein Leben zu finden. Dieser Auftrag ergeht am heutigen Tag auch an uns:
Sind wir wieder Licht für die Welt und Salz der Erde.

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