Heiliger Rupert

Vita:

Rupert stammte aus dem fränkischen Hochadel. Er war Bischof von Worms. Wegen politischer Schwierigkeiten berief ihn Herzog Theodo um 693 nach Bayern. Dieser unterstützte ihn dann bei seiner Missionsarbeit in der Gegend um Regensburg.
696 erhielt Rupert den Auftrag zur Mission in ganz Bayern. Er ging nach Lauriacum, dem heutigen Lorch an der Enns in Österreich zur Mission der Awaren, scheitete aber damit. Von Seekirchen am Wallersee aus verhandelte er mit Theodo und dessen Sohn und Mitregenten Theodbert, die ihm die Salzquelle in Bad Reichenhall und die Stadt Juvavum überließen, die eine durch die Völkerwanderung weithin verwüstete Ruinenstadt war. Rupert gründete hier nun das Kloster St. Peter, errichtete eine große Kirche an der Stelle des späteren Doms, bewirkte den Wiederaufbau der Stadt, förderte den Salzbergbau. Er wurde Abt im von ihm gegründeten Kloster St. Peter und erster Bischof der nach den Salzquellen Salzburg genannten Stadt.

In engerem Zusammenwirken mit seinem Landesherrn Theodbert gründete Rupert 710 eine Klosterzelle im Pongau, aus der die Stadt Bischofshofen wuchs; sie war für ihn ein erster Stützpunkt für die geplante Slawenmission. Die Legende berichtet von einer gemeinsamen Schiffsfahrt des Bischofs mit seinem Herzog die Donau hinab, um an den Ufern entlang bis nach Ungarn das Christentum zu verbreiten. Die Mission in Noricum wurde unter Bischof Virgilius dann tatsächlich ein Erfolg.

714 gründete Rupert das Frauenkloster auf dem Nonnberg, das eine wichtige Rolle bei der Versorgung der Töchter und Witwen des Herrscherhauses bekam. Rupert kehrte zum Jahresende 715 an seinen Bischofssitz in Worms zurück. Zur Weihe des neuen Salzburger Doms durch Bischof Virgilius wurden die Gebeine am 24. September 774 nach Salzburg überführt. Heute ruhen die Reliquien im Dom und in der Abteikirche St. Peter.

Darstellung:

Als Bischof mit dem Salzfass in der Hand.

Gedenktag: 24. September

Heilige unserer Kirche

Sei der Erste / Seien Sie der/die Erste, die den Beitrag teilt!