Jesus Christus für Firmlinge 01

Kapitel 1: Der Name Jesus Christus

In der Bibel haben die Namen oft eine Bedeutung, die etwas mit dem Leben der Person oder dem Plan Gottes mit seinem Volk zu tun haben.
Beispiele:

  • Adam = „von der Erde genommen“, Eva = „Leben“, Abraham = „Vater der Menge“ , Isaak = „der Lächelnde“
  • Das Volk Israel wird zur Zeit des Propheten Jesaja erobert werden, viele werden getötet und nur wenige bleiben über, die von Gott gerettet werden und sich dann zu Gott bekehren. Deshalb gibt Gott Jesaja den Auftrag einen seiner Söhne „Ein Rest kehrt um zu nennen“ (Jes 7,3)

Der Name Jesus bedeutet „Gott rettet“. Damit ist schon der „Lebensauftrag“ Jesus Christi in seinem Namen zusammengefasst: Gott wird in Jesus Christus die Menschen retten. So erleben viele Kranke das rettende Eingreifen Gottes, weil sie von Jesus geheilt werden.
Lange Zeit hatten die Menschen keinen Nachnamen, sondern sie wurden aufgrund ihres Vaters, ihrer Herkunft, einer Eigenschaft, ihres Berufes oder ihres Standes identifiziert. So auch in der Bibel. Beispiele:

  • „Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.“ (Mt 16,17) Simon Barjona = Simon, Sohn des Jona
  • „Alexander, der Schmied, hat mir viel Böses angetan“ schreibt Paulus im zweiten Brief an Timotheus (2 Tim 4,14)
  • König Herodes

So ist auch Christus kein Name, sondern ein Titel, der auf die besondere Bedeutung Jesu hinweist: Auf hebräisch Messias, auf griechisch Christus, auf deutsch „Der Gesalbte“ meint jene Rettergestalt Gottes, die vom Himmel herab kommt, um als König von Israel eine neue Zeit des Friedens herbeizuführen.

Als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn? Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?
Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!

Die Christen waren also am Beginn des Christentums jene Juden, die in Jesus den erwarteten Messias erkannt und angenommen haben. Warum es für viele Zeitgenossen Jesu schwer war, in ihm den Messias zu erkennen und warum Jesus zum Tode verurteilt wurde, wird uns weiter hinten im Text beschäftigen.

Für uns ist besonders wichtig, dass wir uns als Christen zu Jesus, dem Christus, bekennen – nicht zu einem Menschen, sondern zu Gott selbst, der in Jesus Mensch geworden ist!
Das ist schwierig zu verstehen und schwierig zu glauben. Wir glauben, dass Gott einer ist, aber von seinem Wesen in sich Gemeinschaft (Vater – Sohn – Heiliger Geist) ist.
Und in Jesus ist der Sohn Mensch geworden.

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