Jesus Christus für Firmlinge 07

Kapitel 7: Das Leiden und Sterben Jesu

Der Prozess Jesu
Nachdem letzten Abendmahl geht Jesus mit seinen Jüngern in den Garten Getsemani um zu beten. Er weiß, was mit ihm geschehen wird und er hat Angst. Und er bittet Gott, dass er nicht so leiden und so sterben muss. Aber auch in seiner größten Angst ist für ihn das Wichtigste, was sein Vater will („Abba“ ist in der Muttersprache Jesu ein zärtliche Anrede des Vaters):

Sie kamen zu einem Grundstück, das Getsemani heißt, und er sagte zu seinen Jüngern: Setzt euch und wartet hier, während ich bete.
Und er nahm Petrus, Jakobus und Johannes mit sich. Da ergriff ihn Furcht und Angst,
und er sagte zu ihnen: Meine Seele ist zu Tode betrübt. Bleibt hier und wacht!
Und er ging ein Stück weiter, warf sich auf die Erde nieder und betete, dass die Stunde, wenn möglich, an ihm vorübergehe.
Er sprach: Abba, Vater, alles ist dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht, was ich will, sondern was du willst (soll geschehen).
Und er ging zurück und fand sie schlafend. Da sagte er zu Petrus: Simon, du schläfst? Konntest du nicht einmal eine Stunde wach bleiben?
Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.
Und er ging wieder weg und betete mit den gleichen Worten.
Als er zurückkam, fand er sie wieder schlafend, denn die Augen waren ihnen zugefallen; und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten.
Und er kam zum dritten Mal und sagte zu ihnen: Schlaft ihr immer noch und ruht euch aus? Es ist genug. Die Stunde ist gekommen; jetzt wird der Menschensohn den Sündern ausgeliefert.
Steht auf, wir wollen gehen! Seht, der Verräter, der mich ausliefert, ist da.

In der sogenannten Leidensgeschichte Jesu kommt zum Ausdruck, dass sich Gott mit allen Menschen verbinden will, besonders aber mit den Leidenden. In Jesus hat Gott selbst erfahren, was es bedeutet, von einem Freund verraten zu werden, in Jesus hat Gott selbst erfahren, wie es ist, Angst um sein Leben zu haben. Darum können wir auch in unserer größten Not zu ihm beten. Gott fühlt mit uns, weil er in Jesus mit uns gelitten hat.
Nachdem Jesus verhaftet worden ist, wird er vor den Hohen Rat (dem jüdischen Gericht) und vor Pilatus (dem römischen Gericht) gebracht und verurteilt. Jesus trägt das Leid ungerecht verurteilt zu sein, er der den Menschen nur Gutes getan hat, wird wie der schlimmste Verbrecher behandelt. Pilatus spürt, dass man Jesus zu Unrecht kreuzigen will, aber er hat Angst vor den Menschen, darum verurteilt er Jesus.
Das Leiden Jesu
Jesus wurde gegeißelt, d.h. auf bestialische Weise geschlagen. Dann setzte man ihm eine Dornenkrone auf und die Soldaten verspotteten ihn. Er musste das schwere Kreuz selbst tragen – für einen Teil der Strecke zwang man Simon von Cyrene, Jesus zu helfen. Außerhalb der Stadt wurde er ans Kreuz geschlagen.

Der Tod Jesu
Besondere Bedeutung haben die sieben letzten Sätze die Jesus vor seinem Tod spricht. Drei von ihnen wollen wir uns näher ansehen
Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun (Lk)
So groß ist die Liebe Jesu, dass er sogar für die betet, die ihn umbringen. Er hat nicht nur uns den Auftrag gegeben, dass wir allen Menschen vergeben sollen, er gibt uns sein Beispiel, indem er die Menschen, die ihm das alles angetan haben, nicht in die Hölle wünscht, sondern seinen Vater um Vergebung für sie bittet.
Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen (Mk & Mt)
Jesus bleibt kein Leid erspart. In der größten Not fühlt er sich auch von Gott verlassen (seine Jünger sind schon lange geflohen, Petrus hat ihn sogar verleugnet). Damit nimmt er auch das Leid aller Menschen an, die nicht mehr an Gott glauben können, weil sie sich von ihm im Stich gelassen fühlen. Auch ihnen will Jesus nahe sein.
Es ist vollbracht (Joh)
Zugleich stirbt Jesus in der Gewissheit, dass sein Tod nicht sinnlos ist. Das Böse hat nicht gesiegt, denn Jesus ist der Liebe zu uns Menschen und zu Gott bis zum bittersten Ende treu geblieben. Der Mensch ist gerettet.

(Der Karsamstag)
Der Leichnam Jesus wird ins Grab gelegt. Alles scheint verloren, alle Hoffnung zerstört, es bleibt nur Trauer. Die Welt ist dunkel, wie von Gott verlassen.

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