Pater Wilhelm Janauschek

Wilhelm Janauschek wurde am 19.10.1859 in Wien geboren. Er entstammte einer kinderreichen, aus Südmähren nach Wien zugewanderten Familie, in der besonders die Mutter auf eine sehr fromme Erziehung hinwirkte. So wurden zwei seiner Brüder auch Ordenspriester.
Er selbst trat in die Kongregation des heiligen Erlösers (Redemptoristen) ein und legte am 28.4.1878 im Kloster zu Mautern in der Steiermark die ewigen Ordensgelübde ab. Nachdem er am 29.8.1882 die Priesterweihe empfangen hatte, übernahm er bald wichtige und vielfältige Aufgaben für seinen Orden. Da er der tschechischen Sprache mächtig war, lag das Zentrum seines Wirkens – neben Wien – vor allem in den böhmischen Ländern. Er bekleidete in seinem Orden die verschiedensten Vertrauensstellen; elf Jahre war er Novizenmeister, 14 Jahre Rektor, 6 Jahre Provinzial. Egal an welchen Orten er als Hausoberer wirkte, bekam er von überall her die gleiche zustimmende Anerkennung für seine hervorragende, nie autoritärer Führung und Leitung der Ordenshäuser. Obgleich er in dieser ganzen Zeit neben seinen Amtsgeschäften viele Missionen und Exerzitien zu halten hatte, führte er dennoch ein Leben der inneren Sammlung und des Gebets. Zuletzt wurde er von einem überaus schmerzhaften Krebsleiden heimgesucht, das er mit wahrhaft heroischer Geduld ertrug. Er starb am 30.6.1926 im Rufe der Heiligkeit. Seither laufen immer neue Berichte von geradezu „wunderbaren Gebetserhörungen“ auf Anrufung des Verstorbenen ein. Seine Grabstätte befindet sich in der Kirche Maria am Gestade in Wien I. Am 15.11.1934 wurde schließlich von Kardinal Erzbischof Innitzer der Seligsprechungsprozess für Pater Wilhelm Janauschek eingeleitet.

Gedenktag: 30. Juni

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